Vereinsgeschichte des Vereins für Deutsche Schäferhunde Ortsgruppe Olpe e. V.

Grundlage: Zusammenstellung von Paul Kirchhoff (1989), Überarbeitung und Ergänzung von Peter Gummersbach (2008)

1958 - Der Anfang


Als sich im April 1958 unsere Gründungsmitglieder zusammenfanden, um sich der Arbeit mit dem Deutschen Schäferhund (DSH) zu widmen, spielten die in der heutigen Satzung des Hauptvereins verankerten Ziele, die sich auch in den Ortsgruppensatzungen wiederfinden, sicherlich nur eine untergeordnete Rolle. Ging es doch zunächst darum, mit einigen Gleichgesinnten Rahmenbedingungen zu schaffen, um gemeinsam mit dem DSH zu trainieren und Schutzhundeprüfungen zu absolvieren.Anwesend zur Gründungsversammlung im Mai 1958 im Hotel „Kölner Hof“ waren:
Erich Schmidt, Hans Kraus, Hans Bergweiler, Josef Voss, Karl Coerdt und Paul Kirchhoff.
In der ersten Versammlung wurde ein Vorstand gewählt: Erich Schmidt nahm das Amt des ersten Vorsitzenden an. Er kam aus der DDR und hatte sich intensiv mit Schäferhunden beschäftigt.
Er war ein Kenner und Könner.
Die weiteren Wahlergebnisse:
Zuchtwart:   Hans Bergweiler
Ausbildungswart:  Hans Kraus
Ausbildungswart:  Paul Kirchhoff
Kassenwart:   Karl Coerdt
Josef Voss und Hans Bergweiler hatten schon gezüchtet und dadurch Erfahrung mit der Aufzucht und Pflege der Junghunde.
1958 fand die erste Weihnachtsfeier mit Angehörigen im „Kölner Hof“ statt.
Diese Vereinsgründung hatte sich in Olpe und Umgebung schnell herum gesprochen, und es meldeten sich in kurzer Zeit weitere Schäferhundfreunde und wurden Vereinsmitglieder.  Für die nächsten Jahre war der „Kölner Hof“ auch das Vereinslokal. Draußen am Haus konnte ein Schaukasten für alle Vereinsinformationen angebracht werden.
Nun brauchten wir ein Übungsgelände. Nach Rücksprache mit dem Schützenmajor Hesse konnten wir mit der Ausbildung am unteren Parkplatz des Schützenplatzes beginnen. Leider war das nur von kurzer Dauer. Aufgrund zu hoher Pachtvorstellungen des Schützenvorstandes mussten wir uns um ein anderes Gelände bemühen, aber überall gab es nur Probleme!
In dieser Phase stellte uns Pastor Herrmann vorübergehend den im  Eigentum der katholischen Kirche stehenden Sportplatz auf dem Kreuzberg (früher DJK - Platz) zur Verfügung.
Wir standen im ersten Winter bei Wind, Schnee und Regen schutzlos auf dem Platz, denn eine Unterkunft durften wir nicht erstellen. Also suchten wir weiter nach einem anderen Platz. Nach vielen Bitten und Betteln stellte uns die Stadt Olpe einen verwilderten Platz auf dem Kreuzberg, dort wo heute das Familienferienheim steht, zur Verfügung. Mit viel Mühe und Fleiß haben wir uns dann einen Übungsplatz geschaffen. Dabei ist viel Schweiß geflossen. Aber wir waren gemeinsam mit viel Idealismus und Begeisterung bei der Sache. Fast jede freie Stunde haben wir gearbeitet, und unsere Frauen und Kinder halfen mit.
Es musste eine Unterkunft herbei für Leute und Geräte. Der Fabrikant Josef Kraft bat Paul Kirchhoff, ihm seinen Schäferhund auszubilden. Als Gegenleistung erklärte er sich bereit, den Verein bei der Beschaffung eines Vereinsheims behilflich zu sein. Er beauftragte seinen Architekten Langenhagen eine passende Lösung zu finden. Mit Genehmigung des Bauamtes wurde nach einiger Zeit ein kleines Wellblechjagdhaus (3x4m) in Eigenleistung aufgestellt. Anlässlich des Richtfestes brachte sich jeder zu trinken und zu essen mit! Jetzt musste laufend organisiert werden! Ein alter Küchenherd wurde mit Holz aus dem nahen Wald gestocht. Wir hatten es warm und konnten auch mal Kaffee kochen oder Suppe warmhalten. Als Sitzgelegenheit dienten die Doppelbänke aus stillgelegten Busanhängern vom Schrotthändler.
Wir wurden zu einer echten Gemeinschaft, denn alle sahen den Erfolg und packten fest mit an! Der Verein wurde aktiver, und es meldeten sich laufend neue Mitglieder.
Der Übungsbetrieb fand Samstagnachmittags statt. Die auswärtigen Mitglieder kamen fast alle mit Hund am Fahrrad zur Übungsstunde. (Drolshagen, Dahl, Hützemert, Ottfingen usw.)
Mit einer kleinen Gruppe fuhren wir oft am Sonntagvormittag mit einem Kleintransporter nach Siegen zum Üben und um Erfahrungen zu sammeln. Den Sonntagnachmittag verbrachten wir oft mit der ganzen Familie auf den Hundeplatz. Ferdi Siedenstein mit seinem Akkordeon sorgte für Stimmung. Es war eine schöne Zeit, die Kameradschaft wuchs und mit wenigen Mitteln hatten wir viel Freude! Die Vorstandssitzungen wurden monatlich abgehalten und vierteljährlich die Mitgliederversammlung.

 

1959 - Aufnahme in den Hauptverein und erste Prüfung


Nachdem bereits 1958 der Antrag auf Aufnahme in den Hauptverein gestellt wurde, erfolgte die Aufnahme mit Urkunde vom 16. Juni 1959.
Gemäß den in der Satzung formulierten Zielen wurde fortan nach Prüfungsordnung ausgebildet, unter Berücksichtigung des Rassestandards gezüchtet und versucht, den DSH in der Öffentlichkeit populärer zu machen.Aufnahme in den Hauptverein und erste Prüfung
Nachdem bereits 1958 der Antrag auf Aufnahme in den Hauptverein gestellt wurde, erfolgte die Aufnahme mit Urkunde vom 16. Juni 1959.
Gemäß den in der Satzung formulierten Zielen wurde fortan nach Prüfungsordnung ausgebildet, unter Berücksichtigung des Rassestandards gezüchtet und versucht, den DSH in der Öffentlichkeit populärer zu machen.

 

1960 - Die erste Prüfung

Nach Kenntnis der Prüfungsbedingungen gab es Ansporn, möglichst schnell eine Prüfung auszurichten. Der Fleiß  wurde belohnt, mit der ersten Prüfung am 28. März 1960. Diese erste Prüfung war ein voller Erfolg für unsere Ortsgruppe, denn alle Teilnehmer bestanden unter Richter Poetz mit gutem Erfolg. Emsig wurde für die nächste Prüfungsstufe gearbeitet, und jährlich haben wir zwei Prüfungen durchgeführt.

 

1962 - Die erste Vorstandsveränderung

Der Vorsitzende Erich Schmidt verließ Olpe aus beruflichen Gründen.1. Vorsitzender wurde Hans Bergweiler, Zuchtwart: Hans Kraus, Übungswart: Paul Kirchhoff.
Die Leistungen in der OG steigerten sich enorm. Auf der Übungswartetagung 1964 in Hagen wurde die OG Olpe innerhalb der Landesgruppe besonders erwähnt. Diese junge Ortsgruppe stand in der Leistung von 242 Ortsgruppen an 7. Stelle. Im gleichen Jahr, erhielt  Paul Kirchhoff als Erster innerhalb der Ortsgruppe das goldene Hundeführersportabzeichen.

 

1965 - Ein weiterer Umzug steht an


1965 kündigte die Stadt Olpe uns das Gelände, an dem wir uns so geplagt hatten. Wohin jetzt? Nach schwierigen Verhandlungen erlaubte uns 1966 Herr Stadtdirektor Habbel, den Sportplatz in Rüblinghausen als Übungsplatz zu nutzen. Durch die Eingemeindung Rüblinghausens zu Olpe konnte die Stadtverwaltung über den Platz verfügen. Alles ging von vorne los! Platz herrichten, Zaun in Ordnung bringen, Hürden und Verstecke aufbauen. Umzug mit dem Heim u.s.w.

 

1966

Durch diese Situation war der Verein stark gefordert! Aber im Herbst 1966 konnten wir schon wieder eine Prüfung durchziehen. Nach kurzer Zeit gab es die ersten Schwierigkeiten mit der Jägerschaft, die sich durch unsere Aktivitäten gestört fühlten. Durch einen Hinweis in der Tagespresse waren sie auf die nächste Prüfung aufmerksam geworden. Bei Beginn der Prüfung stand eine Gruppe Jäger mit Gewehr im Anschlag und wartete darauf, dass ein Hund das Übungsgelände verließ, um dann entsprechend zu handeln. Der Leistungsrichter, Herr Schade, drohte den Jägern mit einer Klage beim DJV und erklärte, dass er im Falle eines Abschusses den Wert  des Hundes festlegen werde.
An diesem Tag zogen sie ab, aber Ruhe gab es nicht!
Hans Kraus übernahm im Jahre 1966 das Amt des 1. Vorsitzenden.

 

1971 - Die siebziger Jahr


Nach kaum zwei Jahren meldete sich der V.F.R. Rüblinghausen. Der Fußballverein hatte Gelder aus der Totokasse erhalten und musste seinen Spielbetrieb wieder aufnehmen und das am Samstagnachmittag.
Wenn die Rüblinghauser Sportler aufmarschierten, mussten wir abmarschieren. Auf Dauer kein Zustand. Und schon flatterte uns wieder die Kündigung seitens der Stadt Olpe auf den Tisch. Das war 1971.
Wieder neues Gerangel um einen neuen Platz. Nach einem vergeblichen Versuch der Zuweisung eines entsprechenden Grundstücks unter der Kimmicke durch die Stadt Olpe musste weiter gesucht werden.
Dann kam es aber noch schlimmer für unsere OG. Plötzlich verstarb, nach kurzer Krankheit, Hans Bergweiler. Er fehlte den Sportkameraden wirklich, er war immer ausgeglichen und hilfsbereit. Kaum drei Monate später verstarb dann auch noch ganz plötzlich der 1. Vorsitzende, Hans Kraus, 52 Jahre alt.
Die Ortsgruppe drohte sich in dieser Phase aufzulösen. Zum Glück handelten alle nicht überstürzt und blieben. Der Züchter, K. - Josef Rath übernahm in dieser schwierigen Phase 1972 das Amt des ersten Vorsitzenden und war in dieser Funktion bis Ende 1973 tätig, aber es fehlte uns immer noch ein neues Übungsgelände.
Der Umzug auf den Schützenplatz
Nach langem Suchen und Gesprächen mit den jeweiligen Grundstückseigentümern gelang es schließlich das Übungsgelände am Imberg hinter dem Schützenplatz als Hundeplatz zu nutzen. Nun konnten wir wieder starten, und nach zähen Anfangsbemühungen einiger weniger bekamen auch die anderen wieder Interesse und halfen, den sehr verwilderten Garten in Ordnung zu bringen. Der Platz wurde nach entsprechenden Spenden zunächst einmal eingezäunt. Wir wollten nun auch wieder ein Heim haben und alle Mitglieder hatten noch einmal in die eigene Tasche gegriffen und Geld gespendet.

 

1973

Das alte Heim konnten wir für damalige Verhältnisse noch gut verkaufen. Nach langen Bemühungen und vielem hin und her wurde schließlich die Genehmigung zum Bau des Vereinsheims erteilt. Jetzt kam Begeisterung in alle Mitglieder, es ging rund. Bereits im Oktober 1973 stand das Heim und im November fand die erste Prüfung auf dem Gelände am Imberg statt. 1973 wurde Paul Kirchhoff zum Vorsitzenden gewählt.
1979 fand anlässlich des 20-jährigen Bestehens der OG ein Pokalkampf statt.

 

1982 - Die achtziger Jahre


In der JHV 1981 trat Paul Kirchhoff vom Amt des Vorsitzenden zurück und Werner Wiesehöfer wurde zum Vorsitzenden gewählt. Paul Kirchhoff wurde Ehrenvorsitzender.
Die Platzverhältnisse und das Heim wurden im Laufe der Jahre in Abständen verbessert und vergrößert. Wir hatten das Glück, dass sich ein paar junge, ganz aktive Mitglieder beim Hundesport und bei anfallenden Arbeiten gehörig ins Zeug legten, wie z. B. Ausbau des Vereinsheims mit Thekenraum, Küche und Toiletten, Stromanschluss, Flutlichtanlage, Richterzimmer, Brunnenbohrung für die Wasserversorgung, neue Hundeboxen, Zaunanlage u.s.w.
Es blieb aber nicht nur bei der Optimierung der Platzanlage, sondern die Ortsgruppe betätigte sich auch überregional im Hundesport und machte durch zahlreiche Auftritte außerhalb des Vereinsgeschehens auf sich aufmerksam. So wurde der DSH einer breiten Öffentlichkeit anlässlich diverser Auftritte der OG auf verschiedenen Südwestfalenschauen, auf Stadtfesten in Olpe, Bilstein, Kirchveischede, aber auch auf Sportveranstaltungen näher gebracht.
Auch Schulklassen besuchten unseren Hundeplatz um sich einen Überblick über den richtigen Umgang mit Hunden sowie deren Einsatzmöglichkeiten zu verschaffen.
Mitglieder der OG nahmen erstmals an Landesauscheidungen teil. Es erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch mit benachbarten Ortsgruppen wie Attendorn, Bamenohl, Hünsborn, Altenhundem, aber auch über die Kreisgrenzen hinaus. Eine zeitlang erfolgten beispielsweise regelmäßige gegenseitige Besuche zwischen Olpe und Meschede. Die Ortsgruppen unterstützten sich durch diese Aktivitäten gegenseitig, was den jeweiligen Vereinkassen zugute kam.
1984 feierte die OG Olpe ihr erstes „echtes“ Jubiläum. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums fand eine offizielle Feier und ein Pokalkampf statt.
In diesem Jahr verließen uns einige Vereinsmitglieder, und wechselten zu der neu ins Leben gerufenen OG Gerlingen.
Neben dem Sauerlandpokalkampf, an dem sich die OG Olpe seit 2006 wieder aktiv beteiligt, wurden auch regelmäßige Pokalkämpfe mit der OG Bergneustadt durchgeführt. Aber auch mit den Ortsgruppen Asdorftal, Büschergrund, Hünsborn und später auch Gerlingen erfolgten über Jahre gemeinsame Vergleichkämpfe, anlässlich derer die Gemütlichkeit nicht zu kurz kam.
In dieser Zeit erfreuten sich auch unsere regelmäßig stattfindenden Nachtübungen großer Beliebtheit. Zu diesen Veranstaltungen fanden sich immer Mitglieder benachbarter Ortsgruppen ein.
Ende der 80er Jahre wurde ein neues Gerätehaus gebaut, der Übungsplatz wurde um einige Meter vergrößert, eine Auffahrt errichtet und ein Telefonanschluss installiert.
Der Versuch, den Platz von Bernd Rölle käuflich zu erwerben, scheiterte an den für uns zum damaligen Zeitpunkt zu hohen Preisvorstellungen.
Zu den Diensthunde haltenden Behörden bestanden seitens der OG gute Kontakte. Seit Mitte der 80er bis Ende der 90er Jahre trainierte die Diensthundestaffel der Polizei regelmäßig auf unserem Übungsplatz.
Es bestand ein entsprechender Vertrag mit dem Regierungspräsidenten in Arnsberg. Hunde von Ortsgruppenmitgliedern wurden an die Polizei, Blindenführhundschulen und als Therapiehunde verkauft und vermittelt.
1989 war wieder ein Jubiläumsjahr. Aus diesem Anlass fand ein zünftiger Kommersabend im AMC-Haus im Rosenthal und ein Pokalkampf statt. Dieser Geburtstag trug zu weiterer Motivation der Mitglieder bei und es wurde kräftig an der Verbesserung der Platzanlage weiter gearbeitet.
Wir mieteten einen Gastank und die regelmäßige Schlepperei der Gasflaschen hatte ein Ende. Die Sitzecke zwischen Heim und Übungsplatz wurde großflächig überdacht, so dass die Zuschauer auch bei schlechtem Wetter geschützt waren. Durch eine Tiefenbohrung konnte die Wasserversorgung sicher gestellt werden.

 

Die neunziger Jahre


Die OG führte auch Hundekurse im Rahmen der „Gefahrenhundeverordnung“ der Landes NRW mit anschließender Prüfung durch. Diese Kurse wurden Hundehaltern durch das Ordnungsamt auferlegt wenn der Hund negativ in Erscheinung getreten war und der Verdacht bestand, dass der Halter nicht über die entsprechende Sachkunde zur Hundehaltung verfügte. Die bestandene Prüfung war dann Voraussetzung für die weitere Genehmigung zur Haltung des Hundes.
Insbesondere im züchterischen Bereich orientierte man sich an der Ortsgruppe Bergneustadt der bereits damals zahlreiche Züchter angehörten, die über sehr viel Erfahrung in diesem Bereich verfügte und einige Mitglieder beim Schautraining und auf Ausstellungen stark unterstützte.
Mitglieder der OG besuchten seit Beginn der 80er Jahre regelmäßig die Siegerhauptzuchtschau. Mit Zelt und Campingbus verbrachte man auf diesen Veranstaltungen schöne Stunden und bekam durch diese größte Zuchtveranstaltung des SV mit internationalem Charakter einen Überblick über das weltweit vorhandene „Zuchtmaterial“.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die aktive Teilnahme von Werner Wiesehöfer mit seinem Rüden „Wicko vom Hasenborn“ als erster Hundeführer der OG an der SHZ in Mannheim im Jahre 1981. Er belegte einen der vorderen Plätze im Bereich „sehr gut“.
Dem Verein war schon seit Mitte der 90er Jahre bekannt, dass der Imberg irgendwann erschlossen und als Baugebiet genutzt werden sollte. Aus diesem Grunde waren wir schon seit einiger Zeit bestrebt, entsprechend zu wirtschaften mit dem Ziel, ein eigenes Grundstück zu erwerben. Aus diesem Grund beantragten wir die Anerkennung als eingetragener Verein.
Die Anerkennung der Ortsgruppe Olpe als eingetragener Verein erfolgte im Jahre 1994 durch das Amtsgericht Olpe.

 

1996

In der JHV 1995 trat Werner Wiesehöfer als Vorsitzender der OG zurück und Peter Dittmann wurde zum Vorsitzenden gewählt. Peter nahm in seiner ruhigen und kompetenten Art sein Amt sehr gewissenhaft und engagiert war. Er war sehr beliebt und führte die Ortsgruppe weiter auf Erfolgskurs.
Da immer wieder Anfragen von Hundehaltern andersrassiger Hunde kamen, boten wir regelmäßig Hundekurse für diesen Personenkreis an. In dieser Zeit entstand auch das „Augsburger Modell“ innerhalb des SV bundesweit. Diese Kurse, die maßgeblich auch zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Vereins beitrugen, werden bis heute durch inzwischen lizenzierte und durch den VDH anerkannte Übungsleiter/innen angeboten.

 

1999

Erst im Jahre 1997 erfolgte eine weitere aktive Teilnahme eines OG-Miltglieds auf der Siegerhauptzuchtschau durch Peter Gummersbach. Mit seinem Rüden „Jango vom Fürstenberg“ erhielt er auf Anhieb die Bewertung „V 9“. In den Folgejahren lief Jango im Jahre 1998 „VA 5“ und erhielt im Jahre 1999 mit „VA 2“ den Titel des Vizeweltmeisters. Jango erwies sich als guter Vererber und noch heute erringen Nachfahren nach ihm Spitzenplätze.
Durch diese Aktivitäten und den Einsatz Jangos als gefragter Deckrüde erhielt die OG Olpe nicht nur einen bundesweiten sondern weltweiten Bekanntheitsgrad.
Im Jahre 1999 feierte die OG ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum in einem unvergesslichen Rahmen. Im Kolpinghaus Olpe fand ein Kommersabend mit geladenen Ehrengästen statt. Neben zahlreich vertretenen Mitgliedern benachbarter Ortsgruppen waren auch der Bürgermeister der Stadt Olpe Horst Müller mit seiner Gattin und unser Landesgruppenvorsitzender Gregor Wichmann, ebenfall mit Gattin, anwesend. Die älteren Mitglieder unsere „Rentnergang“ hatten die Vereinsgeschichte mit Stellwänden und Bildern dokumentiert.
Außerdem fand ein Pokalkampf statt.
Peter Dittmann verstarb im März 2000. Sein plötzlicher Tod nach kurzer schwerer Krankheit war für uns alle unfassbar und hinterließ eine große Lücke.

 

2000 - Die Jahrtausendwende


Peter Gummersbach übernahm nach dessen Tod kommissarisch den Vorsitz und wurde auf der JHV im Jahr 2000 zum Vorsitzenden gewählt.
Immer wieder wurden uns durch die Stadt Olpe Grundstücke zur Anlage eines neuen Übungsplatzes in Aussicht gestellt. Diese befanden sich meistens am Rande von geplanten Industriegebieten, was für uns eigentlich optimal gewesen wäre. Aber aufgrund der bekannten politischen Entscheidungen in Sachen Industriegebiete Olpe und der damit einhergehenden jahrelangen Diskussion war eine Lösung in absehbarer Zeit nicht in Sicht.
Schließlich fiel uns das jetzige Gelände ins Auge und es wurde eine Anfrage bei der Stadt Olpe gestartet. Eine Recherche ergab, dass der Bund Eigentümer war. Nach Anfrage der Stadt Olpe war der Bund bereit, das Grundstück für die vorgesehene Nutzung an die Stadt Olpe zu verkaufen.
Aufgrund einer Zusage unseres Bürgermeisters Horst Müller anlässlich einer Jahreshauptversammlung auf Unterstützung der OG bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück, kam uns die Stadt Olpe sehr entgegen. Aufgrund unserer oben beschriebenen Aktivitäten konnten wir geltend machen, dass der Weiterbestand der OG zum Teil auch im öffentlichen Interesse stehe. Das war insbesondere im Hinblick die die Baugenehmigung im Außenbereich ein wichtiger Aspekt.

 

2002

Nach dem Erwerb des Grundstücks durch die Stadt Olpe erfolgten die erforderlichen Verhandlungen und Anträge. Organisationstalent, Beziehungen und jede Menge Eigenleistung waren gefragt!
Unser Vereinsmitglied Rudi Hachenberg war uns in dieser Zeit als Architekt eine große Hilfe. Nach Gegenüberstellung der Kosten für eine Massiv- oder Holzbauweise entschieden wir uns nach einem Topangebot unseres Vereinmitgliedes Volker Stamm für ein Holzhaus. Die Lieferung des Materials erfolgte aus Litauen. Durch seine Vermittlung gelang es auch die Kosten für die Gewerke, die nicht in Eigenleistung erstellt werden konnten, durch uns wohlgesinnte Handwerker niedrig zu halten.
Es würde den Rahmen dieses Aufzeichnungen sprengen, näher auf die seinerzeit geführten Rücksprachen und Verhandlungen des Vorsitzenden mit den einzelnen Stellen, Personen und Betrieben einzugehen, die bereits vor Baubeginn erforderlich waren.
Wer sich mit einem Bauvorhaben im Außenbereich fernab jeder Wohnbebauung beschäftigt hat, kann ermessen, was auf uns zukam:
Kreis Olpe:  Umweltamt, untere Wasserbehörde, Landschaftsschutz, Bauamt
Stadt Olpe: Hochbauamt, Tiefbauamt, Kämmerei, Liegenschaftsamt
Gespräche mit Energieversorgern (LLK, Stadtwerke), Ruhrverband
600 Meter Wasserleitung und 450 Meter Stromleitung auf Vereinskosten!! Wie verlegen, wie finanzieren?
Verträge und Verhandlungen mit Rechtsanwalt, Erbauvertrag, Tiefbauern und Handwerkern, usw. usw.
Mit der Stadt Olpe wurde ein Erbbauvertrag über zunächst 40 Jahre abgeschlossen. Von einem Kauf des Geländes wurde abgesehen, da mit dem Eigentumswechsel auch die Gefahren des Grundstücks (alte Müllkippe/Instandhaltung der Bachverrohrung) auf uns über gegangen wären.
Im Herbst 2002 erfolgte die Rodung des Geländes und im Frühjahr 2003 begann die Anfüllung und Verdichtung. Im August 2003 wurde die tragende Bodenplatte per Hand erstellt und ein Jahr später am 04. September 2004 konnten wir eine schöne Einweihung mit zahlreichen Ehrengästen feiern.
Anlässlich der Einweihung äußerte sich unser damaliger LG Vorsitzende Gregor Wichmann wie auch Bürgermeister Horst Müller sehr positiv. Herr Wichmann überreichte eine Urkunde der Landesgruppe und lobte die Aktivitäten und die neu geschaffene vorbildliche Anlage.

 

2004

Ein Tag der „Offenen Tür“ mit allerlei Aktivitäten wie Vorführungen und Hubschrauberrundlügen rundeten die Einweihung unseres neuen Übungsgeländes ab. Diese Veranstaltung fand bei der Olper Bevölkerung großen Anklang und kam unserer zusammengeschmolzenen Vereinskasse sehr zugute.
In der Bauphase verlor unser Kassenwart Horst Stagge nie den Überblick und mit seiner Hilfe gelang es uns, das Bauvorhaben zu realisieren, ohne ins Minus zu gelangen. Die Finanzierung erfolgte Dank seiner Kompetenz ausschließlich aus Rücklagen und Spenden bei überwiegender Eigenleistung zahlreicher aktiver Vereinsmitglieder.
Zum Glück kaufte uns Herr Bernhard Schadeberg unser altes Vereinheim ab, sodass uns der Abriss erspart blieb und wir über eine zusätzliche Einnahme verfügen konnten.
In dieser Zeit waren wir eine eingeschworene Gemeinschaft, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass in der Bauphase die Nerven oftmals blank lagen und im Eifer des Gefechts auch mal weniger schöne Worte fielen. Aber mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen, rauften wir uns wieder zusammen.
Ohne den unermüdlichen Einsatz vieler Mitglieder hätten wir dieses Projekt nicht durchziehen könne.
Aufgrund der zentralen Lage und der Möglichkeiten, die das Gelände bietet, sind auch Veranstaltungen der LG Westfalen in Olpe geplant.
So findet im Jahre 2009 erstmals eine FCI-Qualifikationsprüfung in Olpe statt. Nach Anfrage unseres LG-Vorsitzenden Henning Setzer wird im Jahre 2010 erstmals eine Körung in Olpe stattfinden. Diese soll dann im Wechsel mit Eiserfeld und Dreis-Tiefenbach im dreijährigen Turnus in Olpe stattfinden.
Wenn zu Beginn dieser Ausführungen über ein angespanntes Verhältnis zur Jägerschaft berichtet wurde, so hat sich dieses spätestens mit dem Umzug auf unser jetziges Übungsgelände grundlegend geändert.
Inzwischen finden auf Anfrage des Jagdgebrauchshundevereins des Kreises Olpe sowie des Deutschen Brackenclubs jeweils einmal im Jahr Veranstaltungen auf unserem Übungsplatz statt. (Welpenspieltage, Zuchtschauen, Suchenlokal bei Prüfungen)
Auch der Klub für Bayrische Gebirgsschweißhunde führte bereits eine Zuchtveranstaltung auf unserem Gelände durch.
Inzwischen bestehen sehr gute Kontakte zur Jägerschaft und die Kooperation hat zu mehr Verständnis untereinander geführt.
Zum regelmäßigen Jahresprogramm der Ortsgruppe gehören inzwischen eine Ausdauerprüfung im Frühjahr, zwei Schutzhundeprüfungen (Frühjahr /Herbst), ein Pokalkampf und ab 2010 alle drei Jahre eine Körung.

 

2007

Nach entsprechenden Vorgesprächen mit dem Vorstand stellte Peter Gummersbach sein Amt als Vorsitzender in der JHV 2007 zur Verfügung, da er beabsichtigte, sich einen Jagdhund zuzulegen, und diesen aktiv zu führen. Er schlug als einvernehmlichen Vorschlag des Vorstandes Marianne Dittmann als seine Nachfolgerin vor und sagte seine weitere Unterstützung zu. Marianne Dittmann wurde in der JHV 2007 zur Vorsitzenden gewählt.
Zurzeit steht der Verein so gut wie nie zuvor da. Wir sind stolz auf unsere geleistete Arbeit, blicken mit Optimismus in die Zukunft und hoffen, dass die OG Olpe eine weitere positive Entwicklung nimmt. Wir hoffen weiterhin auf Kameradschaft und Zusammenhalt. Aufgrund des Erbauvertrages mit der Stadt Olpe glauben wir, eine endgültige Bleibe gefunden zu haben.
Im Hinblick auf die optimale zentrale Lage des Platzes finden vielleicht langfristig auch noch Mitglieder außerhalb des Einzugsbereichs von Olpe zu uns.

 

2009

Wie bereits oben erwähnt, ist die OG Olpe neben den mit dem 50-jährigen Jubiläum vorgesehenen Veranstaltungen auch Ausrichter der FCI-Qualifikation der LG 06 im April 2009.
Olpe, im November 2008